Projekt Nr.6/14

Erinnerung an die Opfer der Massaker in Stein 6. und 15. April 1945

Programm:
Am 5. April 1945 waren im Wiener Gefangenenhaus 46 zum Tode verurteilte Häftlinge zu Fuß nach Krems in Marsch gesetzt worden und – dort angekommen – am 15. April auf Befehl von Gauleiter und Generalstaatsanwalt hingerichtet. Unter den Hingerichteten fanden sich unter anderem österreichische Geistliche und polnische Patrioten. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung und Gedenkbotschaften am Steiner Friedhof, beim Denkmal der griechischen Opfer in der Steiner Landstraße und beim Denkmal im Empfangshof der Justizanstalt Stein würdigen Bürgermeister Dr. Reinhard Resch, offizielle Vertreter Polens sowie Vertreter der NS-Opferverbände und Freiheitskämpfer das Andenken an die Opfer der beiden Ereignisse.

Ansprache:

Botschaftsrat Mag. Kazimierz Jozef Fordon, Konsul der Republik Polen in Österreich

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Dr. Resch,
Sehr geehrte Vertreter der Opferverbände und der Freiheitskämpfer,
Lieber Pfarrer Urbanowicz,
Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst möchte ich mich für die Einladung zu den heutigen Feierlichkeiten zu Ehren der Opfer der Massaker in Stein recht herzlich bedanken.
Unter den Opfer gab es hier auch polnische Staatsbürger, Mitglieder der Heimatarmee, des polnischen Widerstandes gegen den Faschismus, die nach nach Stein verschleppt wurden.
Deswegen bin ich hier: Konsul der Republik Polen in der Republik Österreich. Ich bin nach Krems gekommen, um zusammen mit Ihnen, allen Opfern der Massaker von Stein zu gedenken. Ich bin auch deswegen gekommen, um sich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, dafür zu bedanken, dass Sie in überparteilichen Bemühungen Sorge dafür tragen, damit diese schrecklichen Ereignisse nicht in die Vergessenheit geraten.
Meine Damen und Herren,
welch ein tragisches Ereignis, welch ein schreckliches Gefühl es sein musste, erschossen zu werden, obwohl kurz zuvor in die Freiheit entlassen! Diese Menschen wollten nicht sterben! Sie wollten zu ihren Familienangehörigen zurückkehren und ein glückliches Leben genießen. Dieses Gefühl kenne ich aus der Erfahrung meiner Familie. Ich bin nämlich ein viele Jahre nach dem Krieg geborener Sohn einer polnischen Zwangsarbeiterin, die als junges Mädchen in der Nähe von Torgau in Deutschland in einem Bauernhof gearbeitet hat. Meine Mutter ist glücklicherweise nach Hause zurückgekehrt und konnte nach dem Kriege ein glückliches Leben genießen. Der deutsche Bauer hat  meiner Mutter für die Rückreise nach Polen sogar ein Fahrrad geschenkt. Also auch damals gab es anständige Menschen!
Auch hier, in Stein, gab es anständige Menschen, Menschen, die den Häftlingen helfen wollten. Aber auch diese Menschen haben für Ihre Anständigkeit den höchsten Preis, den Preis ihres Lebens, bezahlt.
Wir hoffen, dass alle Verantwortlichen für die „Kremser Hasenjagd“ am 6. April 1945 und die Gefangenenhinrichtung am 15. April 1945, sowohl die sogenannten Schreibtischtäter als auch diejenigen, die mit gezielten Schüssen die wehrlosen Opfer ermordet haben, wirkungsvoll zur Rechenschaft gezogen wurden.
Und wir hoffen, aber hoffen ist zu wenig, wir sollen alles unternehmen, damit das Andenken an die Ermordeten nicht in die Vergessenheit geraten kann und damit sich derartige tragischen Geschichten nicht wiederholen.
Meine Damen und Herren, ich darf Sie nun bitten, die Opfer und die couragierten Bürger von Krems mit einer Schweigeminute zu gedenken!
Vielen Dank!

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Gedenken an die „Kremser Hasenjagd“ (6. April 1945) und an die Gefangenenhinrichtung (15.April 1945)

Sonntag, 6. April, ab 15:00 Uhr
•    Friedhof Stein
•    Begrüßung: Gemeinderat Mag. Klaus Bergmaier, Vertreter der AG NS-Opferverbände
•    Grußworte: NR Anton Heinzl, Vertreter der Freiheitskämpfer
•    Ansprache: Botschaftsrat Mag. Kazimierz Jozef Fordon, Konsul der Republik Polen in Österreich
•    Gedenkbotschaft: Bürgermeister Dr. Reinhard Resch
•    Denkmal der griechischen Opfer (gegenüber Justizanstalt Stein)
•    Worte des Gedenkens: Dr. Winfried Garscha (KZ-Verband), Elena Strubakis (Schriftstellerin)
•    Denkmal im Empfangshof der Justizanstalt Stein
•    Stilles Gedenken, Gedanken zum Abschluss: GR Mag. Wolfgang Mahrer (KZ-Verband)

http://www.krems.gv.at/system/web/news.aspx?bezirkonr=0&menuonr=218454323&detailonr=224829383-685

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Dnia 6 kwietnia z inicjatywy burmistrza miasta dr. Reinharda Rescha oraz Centrum Dokumentacji Ruchu Oporu w Austrii odbyła się w Stein – Krems uroczystość poświęcona
69 rocznicy zamordowania między innymi polskich patriotów – członków Armii Krajowej.

Stronę polską godnie reprezentował konsul Kazimierz Fordon.

6.04. 1945 z wiedeńskiego Sądu Krajowego (Landesgericht), przybyło do więzienia Stein
46 skazanych na śmierć więźniów gdzie, po pełnym udręki marszu śmierci, w dniu
15. kwietnia 1945 roku zostali rozstrzelani na 23. dni przed zakończeniem II. Wojny Światowej na podwórzu więziennym.

Byli to polscy patrioci, członkowie działającej na terenie Wiednia i Austrii, tajnej, podziemnej organizacji antynazistowskiej STRAGAN. Podlegała ona bezpośrednio Armii Krajowej, której siatka wywiadowcza współpracowała ściśle z wywiadem brytyjskim. Przekazywane informacje stanowiły dla Aliantów cenne źródło w prowadzeniu wszelkich działań przeciwko III. Rzeszy.
Organizacja STRAGAN odegrała w tym w tym względzie ogromną rolę. Zajmowała się ona przede wszystkim zbieraniem informacji związanych z niemieckimi zbrojeniami, oraz z przemysłem ciężkim produkującym dla potrzeb wojennych III. Rzeszy na terenie tzw. Ostmark, czyli Austrii.

Mord dokonany 15. 04. 1945 roku na 46 więźniach, w tym na kilku austriackich duchownych katolickich i kilkudziesięciu polskich patriotów, nie stał się nigdy powodem dochodzenia.
W okresie powojennym nie doszło do procesu.

Do dnia dzisiejszego nie powstał także żaden film poświęcony tragedii, jaka wydarzyła się 15.04.1945.
Reżyser Piotr Szalsza we współpracy z Wiener – Krakauer Kultur – Gesellschaft oraz ORF i Ministerstwem Spraw Zagranicznych Austrii przygotowuje dokumentalny film poświęcony wspomnianym wydarzeniom. Koordynacja projektu Zofia Beklen

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