Projekt Nr. 1/2001

Krakauer Krippenausstellung

und Weihnachtsliederkonzert   – Chor „Gaudete”

2. Dezember 2000 bis . 9. Jänner 2001  Dominikanerkirche,   Wien

Dominikanerkirche
Die Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft und die Dominikanerkirche präsentierten eine Krippenausstellung mit Werken der Krakauer Krippenbauer. Präsentiert wurden die Arbeiten von diesjährigen PreisträgerInnen Roman Wozniak und der Geschwister Teresa, Julia und Andrzej Malik. Der Chor Gaudete sang polnische und deutschsprachige Weihnachtslieder.  Die Ausstellung wurde vom Publikum, das Zahlreich erschien, mit Enthusiasmus aufgenommen, und konnte sich auch sehr positiver Kritiken in Der Tagespresse erfreuen. Es gab ja einiges zu bestaunen, das Meisterwerk von R. Wozniak war 2,7 Meter hoch und hatte mehrere Stockwerke wo sich eine Unmenge beweglicher, beleuchteter Figuren tummelten. Die Einzigartigkeit der Krakauer Krippen besteht in der Phantasie und Märchenhaftigkeit, sie sind sehr bunt und bestehen aus stilisierten Elementen der Krakauer Architektur in Miniaturform, die künstlerisch und originell verarbeitet sind. Zugleich spiegelt sich in ihrer Gestalt das Stadtklima von Krakau.

ORF

Wien: Krakauer Krippenausstellung in der Dominikaner Kirche

Noch bis zum 2. Jänner 2001 ist in der Wiener Dominikaner Kirche in der Postgasse 4 die Ausstellung „Krakauer Krippen” zu sehen. Sie wurde auf Initiative der Wiener Krakauer Kulturgesellschaft veranstaltet. Zu sehen sind fünf Krippen, die bereits bei einem Wettbewerb in Krakau ausgezeichnet wurden. Darunter befindet sich eine Krippe, die vor 30 Jahren der damalige Erzbischof von Krakau, Kardinal Karol Wojtyla dem Erzbischof von Wien – Kardinal Franz König – geschenkt hat.Die Tradition der Krippen im so genannten „Krakauer Stil” ist bereits hundert Jahre alt. Damals hat man zusätzlich zur traditionellen Krippe Elemente des Puppentheaters eingeführt. Mit einer so gebauten Krippe, die auf eine stilisierte Art die Marienkirche von Krakau darstellt, waren in der Adventzeit die Sternsinger unterwegs. Während des ersten Weltkrieges wurde dieser Brauch von den Behörden untersagt.

Wettbewerb der Krakauer Krippenbauer. Erst 1937 wurde der erste Wettbewerb für die schönste Krippe auf dem Hauptmarkt von Krakau veranstaltet. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. Immer am ersten Donnerstag im Dezember kann man in Krakau Krippen, die von alten und jungen Künstlern gefertigt wurden, bewundern.

Dichter, Politiker und Bischöfe als Krippenfiguren. Die Krakauer Krippe weist eine leichte Baukonstruktion auf. Das Skelett besteht aus dünnen Holzstäben und Pappkarton und ist mit bunter Aluminiumfolie überzogen. Die Figuren in der Krippe sind Helden aus der Geschichte Polens, sowie bedeutende Persönlichkeiten aus den Bereichen Literatur, Politik und Kirche. Manche Figuren werden mechanisch bewegt, einzelne theatralische Szenen beleuchtet. Eine typische Krakauer Krippe stellt immer die stilisierte Marienkirche von Krakau dar. Doch einzelne Künstler sind bemüht, noch andere Elemente der Krakauer Architektur hinzuzufügen. So ist die Krakauer Krippe auch ein Spiegel des jeweiligen Klimas, der Atmosphäre und der „urbanen Seele” von Krakau.

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